2022
Wie wir die Dekonstruktion leben (können)
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
DERRIDA in der Theorie
La différance & la trace
Déconstruction
HÉLÈNE CIXOUS
Le Rire de la Méduse
Savoir
HÉLÈNE CIXOUS & JACQUES DERRIDA
Le résumé
Schluss
Literaturverzeichnis
Einleitung
„Was die Sehenden nie sahen: die Gegenwart-vor-der-Welt. Wenn sie aber »vorher« nicht wußte, daß sie dies sah, sah sie es dann? Wissen die Sehenden, daß sie sehen? Wissen die Nicht-Sehenden, daß sie anders sehen? Was sehen wir? Sehen die Augen, daß sie sehen? Die einen sehen und wissen nicht, daß sie sehen. Sie haben Augen und sie sehen nicht, daß sie nicht nicht-sehen.”[1]
In dieser Arbeit soll es darum gehen, JACQUES DERRIDAs Denken und Theorie ‚mit den Augen‘ – durch – HÉLÈNE CIXOUS zu lesen und dabei den Schritt zweier großen Denker:innen in die gelebte Realität zu wagen, um zu zeigen zu versuchen, wie sich eine Dekonstruktion lesen und weiterhin leben lassen kann. Wenngleich in einem Rahmen, der sich nur auf Teile wird fokussieren können; einen Ausschnitt wählt, der nichtsdestotrotz die Möglichkeit trägt, fruchtbar zu werden und dabei dem „Denken alle Freiheit [zu] lassen“[2].
Dafür soll zunächst die Theorie DERRIDAs anhand ausgewählter Texte kurz (in einem der Kürze der Arbeit geschuldeten, benötigten Rahmen) nachgezeichnet werden, um danach auf der philosophischen, erarbeiteten Grundlage, HÉLÈNE CIXOUS zu Wort kommen zu lassen und sie durch eine Kollektion ihres Werkes vorzustellen, um dann im Anschluss die zwei Wege zueinander zu führen und gleichzeitig eine Skizze zu zeichnen, wie sich diese beiden – hier in dieser Arbeit entwickelten – Wege ins Leben führen lassen und dabei die Mittel zur Verfügung zu stellen, zu erkennen, dass dies nicht nur eine Möglichkeit ist, sondern einer Notwendigkeit nahekommt.
Dass sich bei dem Vorhaben mehr als Schwierigkeiten in den Weg stellen werden, sei vorangestellt. Einerseits, was für jede Übersetzung zu gelten hat,
“[is] [n]o translation […] ever faithful, since the translating language will inevitably erase, add to or alter the meanings of the original, a process that becomes especially significant in the case of a writer like Cixous who actively incorporates the possibilities generated by language into her text”[3]
und andererseits geht es einem selbst doch so, wie DERRIDA: „I feel I am confronting an abyss, a bottomless pit in which I could lose myself. No matter how rigorous an analysis I bring to bear on such texts, I am always left with the impression that there is something more to be thought.”[4] Fast ironischerweise liegt in dem ‚something more‘ eine der Wahrheiten DERRIDAs selbst, die – so lässt es sich vorstellen und in dem Zitat erkennen – auch ihm selbst nicht ganz einfach gewesen sein konnte: Bedeutung und Wahrheit muss sich viel beweglicher gegenübergestellt werden, als es für den Menschen intuitiv scheint, denn wie er selbst sagt: „The concept of deconstruction is a historical concept, and at the same time it puts into question the concepts of historicity, of a history of truth.”[5]
In welchem Ende dies münden könnte, was das Ziel dessen ist, bleibt offen, doch der Anfang liegt in der différance.
DERRIDA in der Theorie
différance & Spur
Schon die Bestimmung des ‚Charakters‘ des Wortes der différance ist mit Schwierigkeiten belegt. So kann nicht von einem Begriff(/Wort) im klassischen Sinne gesprochen werden: DERRIDA selbst determiniert/beschreibt die différance als Bündel, das „den Charakter eines Einflechtens, eines Webens, eines Bindens hat, welches die unterschiedlichen Fäden und die unterschiedlichsten Linien des Sinns […] wieder auseinanderlaufen läßt, als sei sie bereit, andere hineinzuknüpfen.“[6] Dieser dynamische Charakter, der fundamental für seine Überlegungen ist, manifestiert sich geradezu in der Schreibweise, in der das a, das den eigentlich hier auftretenden Buchstaben e substituiert, die im griechischen Wort diapherein nicht enthaltende Bedeutung des Aufschubs, Umwegs, Verzögerung unter der von DERRIDA zusammengefassten Bedeutung der Temporisation, sowie die Bedeutung von différer (lat. differre) als anders sein, nicht identisch sein, mit einem Sich-Positionieren, also einer Verräumlichung impliziert, zusammenfasst und dadurch einen irreduziblen polysemischen ‚Begriff‘ konstruiert.[7]
Es geht ihm letztlich darum – in/mithilfe dieser Dynamik/Beweglichkeit –, eine „Kritik der Versuche einer Letztbegründung“[8] zu führen. Ein Ursprung in zeitloser Gegenwart, eine Quelle der fixen Bedeutung eines Wortes (des Sinns einer Bedeutung), in strukturalistischem und metaphysischem Sinn, „aus dem etwas seine ontologische Bedeutung erlangt“[9], ist DERRIDA fremd, „die gesuchte Evidenz [wird] von der Sprache niemals erreicht“[10] werden:
„Die Repräsentation verflicht sich mit dem, was sie repräsentiert; dies geht so weit, daß man spricht wie man schreibt, daß man denkt, als wäre das Repräsentierte lediglich der Schatten oder der Reflex des Repräsentierenden. […] In diesem Spiel der Repräsentation wird der Ursprungspunkt ungreifbar. Es gibt Dinge, Wasserspiegel und Bilder, ein endloses Aufeinander-Verweisen – aber es gibt keine Quelle mehr. Keinen einfachen Ursprung.”[11]
Ein weiterer, hilfreicher und der différance nahestehender ‚Begriff‘ ist die Spur. Im Bild der Spur und dessen Bewegung – in DERRIDAs Beschreibung – wird noch einmal verdeutlicht, dass sich Bedeutungskonstitution nicht als ein starres, bewegloses Ding verhält, sondern dass in fortlaufenden Differenzierungen und Differenzen zu allem anderen, Bedeutung konstituiert wird und nicht aufgrund eines Ursprungs, auf den es zu rekurrieren gilt. DERRIDA selbst schreibt: „[…] und wer hat geglaubt, man sei jemals nach anderem auf der Jagd als nach Spuren, die es aufzuspüren gilt?”[12] Die Spur ist, wie das Zeichen nach FERDINAND DE SAUSSURE, arbiträr. Sie ist unmotiviert, aber nicht unbewegt. Es gibt nichts, als ein Folgen von Spuren, die auf andere Spuren verweisen, sich verlaufen, sich widersprechen und Klarheit schaffen: „Die Spur ist nichts, ist nicht ein Seiendes; sie übersteigt die Frage Was ist – und macht sie vielleicht erst möglich.”[13] Die Art und Weise, wie die Spuren verfolgt werden, welche Richtung und Geschwindigkeiten die différance einnimmt, kann nicht verallgemeinert werden. Es gibt kein Schema, dem sich kontinuierlich und immerzu (ewig) folgen ließe. Einem selbst bleibt ein Richtungs-, Geschwindigkeits- und Bewegungswechsel auf der Spurensuche von Bedeutung(en) nicht erspart. Im Gegenteil: eine immer und immer wieder einkehrende und reflektierende Bewegung ist notwendig – nicht mit dem Ziel das Repräsentierte selbst zu finden –, sondern auf der Suche nach links und nach rechts und in alle Richtungen zu schauen, um zu vergleichen, neue Rhythmen der Durchquerungen[14] zu finden, zu denken, zu reflektieren. „Es gibt (ohne daß darum alle gleichwertig wären) nichts als solche Durchquerungen.”[15] Das Ziel ist kein Punkt. Das Ziel ist diese Bewegung und der immer wieder neu entstehende und andersartige Prozess der Durchquerungen, ohne dieses Eine zu finden, den Kern einer Bedeutung: „es besteht keine Möglichkeit, daß der Vertretene »selbst« irgendwo »existiert«, gegenwärtig ist, und noch weniger, daß er bewußt wird. […] Man kann die Spur – und also die différance – nicht von der Gegenwart oder vom Anwesen des Anwesenden her denken.”[16] Das, was ist und wie es ist, scheint durch die différance und durch die Spuren, die dem Seienden anhaften, hindurch in die Erscheinung hinein, doch sind auch sie nicht explizit auszumachen und zu erkunden. Sie bleiben versteckt, immer an der Arbeit, immer in der Sache selbst, als Grundlage – könnte man sagen – für (mit) die (der) Dekonstruktion.
Déconstruction
“[T]here is always already deconstruction, at work in works […]. Deconstruction cannot be applied, after the fact and from the outside, as a technical instrument of modernity. Texts deconstruct themselves by themselves, it is enough to recall it or to recall them to oneself.”[17]
Da Texte schon aufgrund – bzw. in dem System – von Differenzen entstehen; jedes Wort, jeder Begriff und Ausdruck also ‚dem Gesetz der différance‘ unterliegt, liegt in dem ‚Programm‘ der Dekonstruktion keine Aktivität in dem Sinne, dass sich aktiv – von außen – auf die Texte einwirken lässt, sondern in ihnen, in ihren Worten erkannt werden kann, was es ‚zu dekonstruieren‘ gilt, indem etwaige starre Begriffs‚kerne‘ entlarvt und diese zumindest reflektiert werden. Doch gleichermaßen ist zu bedenken, dass ein Endstadium eines Zustandes der ‚Dekonstruiertheit‘, also von Etwas, das nun als dekonstruiert ‚in Ruhe gelassen werden könnte‘, weder mit dem Grundsatz der différance zusammenpasste noch wirklich erstrebenswert sei. Es ließe sich ansonsten damit aufhören, weiterhin dekonstruktiv Texte/Philosoph:innen zu lesen: „»all of the great philosophical texts – of Plato, Parmenides, Hegel or Heidegger, for example – are still before us«[18], they have a future.”[19] Sie haben eine Zukunft, sind selbst zukünftig, weil sich Wahrheiten verändern, Gesellschaften entwickeln und Bedeutungs‚kerne‘ verschieben und immer wieder neu gelesen werden können.
Diese Art zu denken; sich mit einer ‚neuen‘ Beweglichkeit Gegenständen und Diskursen zuzuwenden – und das ist das große Potential der Dekonstruktion – ist auf weit mehr anwendbar, als darauf, Texte ‚neu zu lesen‘. „Deconstruction is an earthquake.”[20] Vielleicht würde DERRIDA bei NICHOLAS ROYLE einwenden und etwas sagen, wie: everything is an earthquake and deconstruction finds, what is not stable. Weil die Dekonstruktion ähnlich nichts ist, wie die Spur (oder die différance) nichts ist[21], kann man sie (bzw. die Art, wie man sich den zu dekonstruierenden ‚Gegenständen‘ nähert) letztlich ‚nur‘ in die Wege leiten und sich anschließend von ihnen leiten lässt, beauftragt, anzuzeigen, was schon immer da war. Dabei muss sich, wie gesagt, im Klaren darüber aufgehalten werden, dass “[i]t is not possible to pose a philosophical question, however abstract and poor in history it may be, without having already begun to take its historicity into account. Ti esti is already charged with history.”[22] Diese ‚Bewegungshaltung‘, das Wie steht im Mittelpunkt der Dekonstruktion[23] und damit eine ‚beiläufige‘ Konsequenz des Lesens: „in order to follow, you have to interrupt the following“[24] oder anders gesagt: „I betray […] because I want to be true“[25], während man sich der ‚Historizität‘ dessen bewusst ist, was man folgt/betrügt. Ohne aufzuwühlen und zu hinterfragen, ohne eine Reflektion kann es keine authentische Auseinandersetzung mit einem Text/Gegenstand, etc. geben. ‚Ja‘ zu sagen und eigentlich mit offenen Augen blind zu sein, kann zu keinem Verständnis, noch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Dingen führen und auch erst nach einer solchen kritischen Betrachtung ist es erst möglich, die Konsequenzen der Dekonstruktion abzuwägen: „the earthquake effects of deconstruction are at once ghostly and real.”[26] Als ein Beispiel für die Erdbebenhaftigkeit der Dekonstruktion soll ein Beispiel folgen, bevor sie mithilfe von HÉLÈNE CIXOUS auf eine weitere, vielleicht poetische Ebene gehoben werden wird.
In Anbetracht von DERRIDAs Zukunftsbegriff wird diese ‚reale Geisterhaftigkeit‘ sehr deutlich: So unterscheidet er zwischen le futur und lʼavenir. Ersteres beschreibt er als erwartbare, vorhersehbare (predictable) Zukunft. Lʼavenir hingegen bezieht sich auf das Kommende, auf etwas oder jemanden, das/der kommt, dessen Ankunft nicht vorhersehbar ist. In dieser Unvorhersehbarkeit liegt für DERRIDA die eigentliche, wahre Zukunft.[27]
In diesem Kontext wird das ‚Wort‘ arrivant von Bedeutung:
“I was recently taken by this word, arrivant, as if its uncanniness had just arrived to me in a language in which it has nonetheless sounded very familiar to me for a long time. The new arrivant, this word can, indeed, mean the neutrality of that which arrives, but also the singularity of who arrives, he or she who comes, coming to be where s/he was not expected, where one was awaiting him or her without waiting for him or her, without expecting it (sʼy attendre), without knowing what or whom to expect, what or whom I am waiting for […]. The absolute arrivant does not yet have a name or an identity. […] This is why I call it simply the arrivant, and not someone or something that arrives, a subject, a person, an individual, or a living thing […]. As disarmed as a newly born child, it no more commands than is commanded by the memory of some originary event where the archaic is bound with the final extremity, with the finality par excellence of the telos or of the eskhaton. It even exceeds the order of any determinable promise. Now the border that is ultimately most difficult delineate, because it is always already crossed, lies in the fact that the absolute arrivant makes possible everything to which I have just said it cannot be reduced, starting with the humanity of man, which some would be inclined to recognize in all that erases, in the arrivant, the characteristic of (cultural, social, or national) belonging and even metaphysical determination (ego, person, subject, consciousness, etc.). It is on this border that I am tempted to read Heidegger. Yet this border will always keep one from discriminating among the figures of the arrivant, the dead, and the revenant (the ghost, he, she, or that which returns).” [28]
Wie mit einem Schleier ist die Zukunft verdeckt: „Die Wahrheiten [demaskieren] sich eine Sekunde vor dem Ende.“[29]
HÉLÈNE CIXOUS
Sich zwei außergewöhnlichen Menschen und Schreibenden nähern zu dürfen ist in gleichen Teilen aufregend, fordernd und immer ‚den-Rahmen-sprengend‘. So wie zuvor nur in Auswahl, in einem selbstgewählten Rahmen geschrieben werden konnte, so wird es weitergehen, auf der Suche nach einer Wahrheit in Auswahl.
HÉLÈNE CIXOUS (auch nur in Auswahl (und auch nur in Übersetzung)) zu lesen, kommt der Entdeckung einer neuen Sprache gleich.
“Hélène [Cixous] has a genius for making the language speak, down to the most familiar idiom, the place where it seems to be crawling with secrets which give way to thought. She knows how to make it say what it keeps in reserve, which in the process also makes it come out of its reserve.”[30]
Über das Ende von Dingen schreibt sie zum Beispiel:
“There is no end to writing or drawing. Being born doesn’t end. Drawing is a being born. Drawing is born. / – When do we draw? / – When we were little. Before the violent divorce between Good and Evil. All was mingled then, and no mistakes. Only desire, trial, and error. Trial, that is to say, error. Error: progression.”[31]
Sie lässt sich von Stimmen, die sie durchdringen und die aus den anderen Orten kommen, an denen sie ist (my elsewheres), verfolgen (haunt). Sich der Inspiration der Vorsehung ergeben, ist das Risiko ihrer kreativen Energie und dann fliegt das Wort, das in sie kam, aus ihr wieder heraus[32]: „The book is a letter on the run [letter de fuite].”[33]
Le Rire de la Méduse
Als eines ihrer bekanntesten Werke gilt das Manifest The Laugh of the Medusa (Le Rire de la Méduse) aus dem Jahr 1975, in dem sie einen Feminismus, der bis (nicht nur) bis heute nachhallt (auch dieser Text hat Zukunft). In entscheidender Weise analysiert (dekonstruktiv ließe sich sagen) sie, dass „the effects of the past are still with us. But I refuse to strengthen them by repeating them, to confer upon them an irremovability the equivalent of destiny, to confuse the biological and the cultural.”[34] Sie schreibt mit dem doppelten Ziel der Zerstörung und „to foresee the unforeseeable, to project.“[35] The Laugh of the Medusa ist also feministische Dekonstruktion, wenn es so etwas gibt. In einer aggressiven und erbarmungslosen Weise gelingt es CIXOUS die Missstände einer phallozentrischen Gesellschaft, die sie schon immer gewesen ist, aufzurütteln und zu benennen. – „Beauty will no longer be forbidden.“[36] – Sie verbindet die weibliche Sexualität mit der weiblichen Literatur und sieht in der Emanzipation nie nur eine einseitige:
“And why don’t you write? Write! Writing is for you, you are four you; your body is yours, take it. I know why you haven’t written. […] Because writing is at once too high, too great for you, it’s reserved for the great – that is, for »great men«; and it’s »silly«. Besides, you written a little, but in secret. And it wasn’t good, because it was in secret, and because you punished yourself for writing, because you didn’t go all the way; or because you wrote, irresistibly, as when we would masturbate in secret, not to go further, but to attenuate the tension a bit, just enough to take the edge off. And then as soon as we come, we go and make ourselves feel guilty – so as to be forgiven; or to forget, to bury it.”[37]
Nach CIXOUS bedarf es (weiterhin) einer Normalisierung von öffentlicher, weiblicher Sexualität, aus der eine unabhängige weibliche Sprache/Literatur erwachsen wird: „[t]o write. An act which will not only »realize« the decensored relation of woman to her sexuality, […] giving her access to her native strength; it will give her back her goods, her pleasures, […] her immense bodily territories which have been kept under seal”[38]. Außerdem sieht sie in der weiblichen Sexualität eine beachtliche Konstanz und beschreibt sie als „almost mystically superior tot he phallic single-mindedness“[39]:
“Though masculine sexuality gravitates around the penis, engendering that centralized body (in political anatomy) under the dictatorship of its parts, woman does not bring about the same regionalization which serves the couple head/genitals and which is inscribed only within boundaries. Her libido is cosmic, just as her unconscious is worldwide.”[40]
Vielleicht, das bleibt zunächst Spekulation, hat DERRIDA auch aufgrund dieses Manifests eine treue Freundin in der dekonstruierenden CIXOUS gefunden.
„You only have to look at the Medusa straight on to see her. And she’s not deadly. She’s beautiful and she’s laughing.”[41]
Savoir
In Savoir schreibt CIXOUS über Kurzsichtigkeit; poetisch, malerisch – könnte man sagen – philosophiert sie über Blindheit, Wahrheit und das Sehen (voir). „Sie hatte Augen und sie war blind“[42], „mit dem Schleier in der Seele [wurde sie] geboren.“[43] Doch war die Blindheit nicht nur ‚blendend‘, nicht nur die Wahrheit behindernd und negativ. „Vergiß mich nicht. Bewahre für immer die in der Schwebe befindliche, begehrenswerte, verweigerte Welt, jene verzauberte, die ich dir gegeben hatte, flüsterte die Kurzsichtigkeit.“[44] Es liegt (auch) ‚Sichtbares‘, Wahrhaftes in einer Blindheit, bzw. in einer Andersheit im Sehen, die ein:e andere:r nicht sieht. Auch wenn das „Aufhören-nicht-zu-sehen [der höchste Genuß]“[45] ist, „[wurde] jene Kurzsichtigkeit eines Dienstags im Januar – jene, die fortging, jene, die sich wie ein langsames inneres Meer von der Frau zurückzog – […] beider Ufer gewahr. Denn es ist den Sterblichen nicht erlaubt, auf beiden Seiten zu sein.“[46] CIXOUS schreibt nie ‚nur‘ über Kurzsichtigkeit und den ‚simplen Fakt‘ der Blindheit als Nicht-sehen. Ohne explizit ihre literarischen Finger auf das zu richten, was sie mit und zwischen ihren Zeilen zu vermitteln vermag, tut sie es. Was ist Wahrheit? Wie und was sehen die anderen? „Was nicht da war, war vielleicht – kann sein – da. Sein und Nicht-sein schlossen sich nie aus.“[47] Und nicht nur für Blinde und Kurzsichtige. Mit großer Vorsicht und Eleganz in ihrer Schrift, und mit niederschmetternder Ehrlichkeit gelingt es ihr in einzigartiger Weise Dinge anzusprechen, Wahrheiten zu exponieren und dabei gleichzeitig vage und explizit zu sein. CIXOUS beschreibt ihre Beziehung zu DERRIDA und das Wie in ihr wie folgt: „Die Jagd nach der Wahrheit, das ist unser ewiges Zwiegespräch. / Das Jagdglück. Die Jagd nach dem Glück, die Jagd mit Glück“[48].
HÉLÈNE CIXOUS & JACQUES DERRIDA
Auf Savoir antwortend, den Schleier betrachtend, antwortet DERRIDA „so weit weg wie möglich, sich mit sich selbst (soi) in sich einschließen[d], versuchen[d], sich endlich zu verstehen, allein und sich selbst.“[49] Er nimmt zu Beginn Bezug auf eine Metapher der Schrift, die auch hier in der vorliegenden Arbeit Einzug erhielt: die Schrift (das Wort, das ‚Bündel‘, etc.) als einflechtendes Gewebe.
„Über ihre Wollfäden aufblickend, ohne jedoch die Bewegung ihrer flinken Finger zu unterbrechen oder auch nur zu verlangsamen, sagten die Frauen meiner Familie bisweilen – so scheint es mir zumindest –, daß man abnehmen (diminuer) müsse. Nicht auftrennen, gewiß, aber abnehmen, ich verstand nämlich (à savoir) damals nichts von diesem Wort, ich war jedoch umso verblüffter, ja sogar (voire) darin verliebt, daß es nötig war, zum Abnehmen (diminuation) von Strichen/Punkten (points) zu schreiten oder die Maschen einer laufenden Arbeit zu reduzieren. Im Hinblick darauf (en vue de), abzunehmen, mußten Nadeln und Hände auf diese Weise zwei Maschen zugleich bearbeiten, jedenfalls mehr als eine ausspielen.”[50]
Die bevorstehende „Durchquerung (traversée)“[51] des Textes – eine positive Dekonstruktion – nimmt sich der „Verminderung“[52] an und „[verringert] das Unendliche, bis ins Unendliche hinein“[53], um sich einem „treffenden Diskurs“[54] anzunähern. Denn „»das« zu berühren, was man »voile« nennt, heißt alles zu berühren.“[55] In dem Umgang mit CIXOUS‘ Text, zeichnet DERRIDA sozusagen das Programm einer möglichen Dekonstruktion einerseits auf der Ebene der Thematik von Savoir und andererseits auf der Ebene der Textstruktur, nach. Wie lässt sich ein (irgendein) Text ent-schleiern? Und was bedeutet dieses Ent-schleiern in Bezug auf die Blindheit und Wahrheit in Savoir?[56] Ist die Geschichte der zur Sehenden gewordenen Blinden eine Geschichte einer (erfolgreichen?) Dekonstruktion? „Ent-schleiern (dé-voiler), sich entschleiern (se dévoiler), den Schleier in der Entschleierung selbst von neuem bestätigen.“[57] „Ti esti is already charged with history”[58] – „the effects of the past are still with us.”[59] Es geht darum, sich dessen bewusst zu werden und ohne vorhersehbares (predictable) Endziel die ‚Entschleierung‘ vorzunehmen:
„Warten ohne Horizont also, und auf jemand anderen, den man allzu gut kennt, mich, zum Beispiel, warum nicht, aber von so fern, von so tief unten zurückgekehrt, lebendig oder tot, den Anderen erwarten, der kommt, der kommt, um die Ordnung des Wissens in Verwirrung zu bringen: weder bekannt noch unbekannt, allzu bekannt, aber von Kopf bis Fuß fremd, noch geboren werden müssend. Das wird das Ende der Geschichte in diesem Sinne sein.”[60]
Und am Ende bleibt die (absolute) Wahrheit (zumindest jetzt – für immer) unerreichbar. Sie lässt sich blicken, in den „Geschichte[n] des Schleiers (histoire de voiles)“[61], zwischen den „Falten (plis), Explikationen, Komplikationen, Explizierungen ihrer Enthüllungen oder Entschleierungen.“[62] Dieses Spiel währet ewiglich. Die Müdigkeit, die DERRIDA an dieser Stelle beschreibt, fräst sich geradezu in die Rezipient:innen:
„Ich bin müde, müde, der Wahrheit müde wie der Wahrheit als Unwahrheit eines Daseins*, das »je schon in der Wahrheit und Unwahrheit«[63] ist, »gleichursprünglich in der Wahrheit und Unwahrheit«[64], in der Entdeckung und der Verdeckung, der Enthüllung* (dévoilement) und der Verhüllung* (voilement), in der Verborgenheit* und der Unverborgenheit* der Erschlossenheit*, müde dieses Gegensatzes, der keiner ist, der Offenbarung (révélation) als Verhüllung (voilement), vice versa (Wahrheit/Unwahrheit*, Entdecktheit/Verborgenheit*), sowie a fortiori all seiner angeblichen Ableitungen wie der Wahrheit als Übereinstimmung*, and so on, und so weiter*. Et passim.”[65]
Auch CIXOUS erkennt diese Anstrengung, die Kraft, die es abverlangt, an: „Die Frage der Wahrheit setzt mir zu / Du setzt ihr zu. Man weiß nie, wer wem zusetzt, wer wen belagert, zurückhält, gefangennimmt, wer was angefangen haben wird“[66]. Und doch – da hätte DERRIDA sicherlich zugestimmt – überwiegt das grandiose (wachrüttelnde) Potential der Dekonstruktion, des Arbeiten-lassens der différance und des Folgens der Spur(en)! „Jedes Mal wenn ich auf der unebenen Spur, der Spur ohnegleichen, eines deiner Schritte wanke, sprudelt aus der Ungewissheit wieder eine Wonne. Oder aber: sprudelt wieder Ungewissheit, eine Wonne.“[67]
Le résumé
Diese Arbeit konnte nie einen Vollständigkeitsanspruch erheben, doch – so wurde hoffentlich auch gezeigt – ist dies nie wirklich der Fall. Texte, Philosoph:innen, Gegenstände, Diskurse, Alles … hat eine (zumindest jetzt – für immer) nie erschöpfliche Zukunft. Und so wie sie eine Zukunft haben, sie zukünftig sind, haben sie auch eine (ihre) Vergangenheit(en) und vergangene Stimmen, die
“[Derrida:] weave together, intertwine, replace each other. Always more than one voice that I let resonate with differences in pitch, timbre, and tone: so many others, men or women, who speak in me. Who speak (to) me. As if I ventured to take responsibility for a sort of choir to which I should nonetheless render justice. […] Other unconsciouses also intervene, or the silhouettes of known or unknown addresses, for whom I speak and who let me speak [me donnent la parole], who give me their word [me donnent leur parole].”[68]
„Everything we read: remains”[69] – „[a]ll literature is scarry. It celebrates the wound and repeats the lesion.”[70]
Wir sahen zwei verschiedene Menschen, zwei Philosoph:innen, zwei Poet:innen, die beide auf ihre eigene Weise, still und laut, doch immer verzwickt und ‚mit Umwegen‘ ‚um die Wette‘ dekonstruierten, um sich (auch gemeinsam) einer Wahrheit zu nähern, die es (absolut) wohl nie zu erreichen möglich sein wird.
“In reading you [JACQUES DERRIDA] we learn that the truth is always a bit further on. From the place where you arrive, you set off again […]. Truth makes you tick (La verité te fait marcher) […]. It’s also the law of writing: one can only write in the direction of that which does not let itself be written and which one must try to write. What I can write is already written, it is no longer of interest. I always head towards the most frightening. This is what makes writing thrilling but painful. I write towards what I flee. I dream about it. It is always a jardin dʼEssai, but it is an infernal, expelling garden.”[71]
Schluss
Ist die Dekonstruktion nun etwas Schmerzhaftes? Sicherlich. Ist die Dekonstruktion nun etwas Wundervolles? Gewiss: „Derrida insists that »deconstruction […] is not negative, even though it has often been interpreted as such despite all sorts of warnings […]. It never proceeds without love.«[72]”[73] Liebe – die Liebe „an der Stelle des Geheimnisses. An der Stelle eines absoluten Geheimnisses. Das wäre die Passion.“[74]
“The secret is tied to what we said of the truth – and of the im-possible. It is not only that which one hides. It is existence itself. However close I am to the other, even in fusioning »communion« or erotic ecstasy, the secret is not revealed. The other is separated. We speak French, therefore Latin: secernere is to separate. This interruption is not negative. It makes possible (donne sa chance à) the encounter, the event, love itself.”[75]
Sich einem Geheimnis (dem Unbekannten, Unerreichbaren) anzunähern, sich
„auf das zu-Kommende zu, das à venir, wie du mit zwei Worten (zum zu-Kommenden) sagen würdest, nicht auf die Zukunft zu, lʼavenir, die bereits auf uns zukommt, sondern auf dieses zu-Kommende zu, diese unverfugte Künftigkeit, die vom Ungewissen an ihrem eigenen Auseinander in der Schwebe gehalten wird[,]”[76]
einzulassen, dabei alle Verbindungen zu prüfen, das, was war und das, was ist, sich diesem Prozess des ‚Kennenlernens‘ hinzugeben; das ist die Dekonstruktion – das ist die Liebe.
Diese Arbeit wollte sich dem annähern, was DERRIDA und CIXOUS verbindet, warum und wie es sie verbindet und, wie eine rekonstruierte Folgerung der Ergebnisse ihren Weg in die gelebte Realität finden könnte. „[W]ith Jacques Derrida poetry began to gallop philosophy“[77] und mit HÉLÈNE CIXOUS begann die Philosophie in die Literatur zu galoppieren. (Genau)so wie es den beiden gelingt, sich auf diese Reise, die nie endet, zu begeben, wird es niemandem gelingen, doch das bedeutet nicht, es nicht zu versuchen. Es wird nie ein ‚Feld‘ geben, das endgültig als ‚offiziell dekonstruiert‘ gilt, doch da sind genügend Felder, die es zu dekonstruieren gilt. „[H]ierbei (voilà) geht es eben nicht mehr um mich, sondern um das, was wir hier das Verdikt nennen. Ein noch unbekanntes Verdikt für eine unendliche Schuld, sämtliche Eidbrüche der Welt, Blasphemien, Profanierungen, Sakrilege, es gab so viele davon.“[78]
Ob in Politik, im Privaten, in sämtlichen Debatten, in der Liebe, im Hass, im Feminismus, in der Gerechtigkeit an sich, im Diskurs/in Diskursen über Gleichberechtigung, im Rassismus, für das „[Beiwohnen beim] Aufblühen der Schöpfung“[79] – oder kürzer – im Leben: la déconstruction est la philosophie.
“So, at the death of love, it appears one stops loving another not because of who they are, but because they are such and such. That is to say, the history of love, the heart of love, is divided between the who and the what. The question of Being, to return to philosophy—because the first question of philosophy is What is it »to Be«? What is Being? The question of being is itself always already divided between the who and the what. Is »Being« someone or some thing? I speak of it abstractly, but I think that whoever starts to love, is in love, or stops loving is caught between this division of the who and the what.”[80]
Literaturverzeichnis
Primärliteratur
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Sekundärliteratur
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Filmverzeichnis
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[1] CIXOUS, HÉLÈNE: Savoir. Wissen (Dies sehen). In: DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE: Voiles. Schleier und Segel. Wien 2007, S. 21.
[2] CIXOUS, HÉLÈNE: Insister. An Jacques Derrida. Wien 2014, S. 18.
[3] SELLERS, SUSAN: The Hélène Cixous Reader. London 2003, S. 3.
[4] DERRIDA, JACQUES: Deconstruction and the Other. In: KEARNEY, RICHARD: Dialogues with Contemporary Continental Thinkers. Manchester 1984, S. 113–114. Zit. n.: SMITH, JAMES K. A.: Jacques Derrida: Live Theory. New York 2005.
[5] DERRIDA, JACQUES/FERRARIS, MAURIZIO: A Taste for the Secret. New Jersey 2001, S. 66.
[6] DERRIDA, JACQUES: Die différance. In: ENGELMANN, PETER (Hrsg.): Randgänge der Philosophie. Wien 1988, S. 30.
[7] Ebd., S. 33f.
[8] GAWOLL, HANS-JÜRGEN: Spur: Gedächtnis und Andersheit: Teil II: Das Sein und die Differenzen – Heidegger, Levinas und Derrida. In: Archiv für Begriffsgeschichte. Band 32. Hamburg 1989, S. 284.
[9] Ebd.
[10] HITZ, TORSTEN: Jacques Derridas praktische Philosophie. München 2005, S. 199.
[11] DERRIDA, JACQUES: Grammatologie. Frankfurt a. Main 1974, S. 65.
[12] DERRIDA, JACQUES: Die différance, S. 49.
[13] DERRIDA, JACQUES: Grammatologie, S. 131.
[14] Vgl. BENNINGTON, GEOFFREY/DERRIDA, JACQUES: Jacques Derrida. Ein Portrait. Frankfurt a. Main 2017, S. 70
[15] Ebd., S. 72.
[16] DERRIDA, JACQUES: Die différance, S. 46.
[17] DERRIDA, JACQUES: Memoires for Paul de Man. Revised Edition. New York 1986, S. 123.
[18] DERRIDA, JACQUES: Deconstruction and the Other, S. 113. Zit. n.: SMITH, JAMES K. A.: Jacques Derrida: Live Theory. New York 2005.
[19] SMITH, JAMES K. A.: Jacques Derrida: Live Theory, S. 93.
[20] ROYLE, NICHOLAS: Jacques Derrida. In: Routledge Critical Thinkers. Essential Guides for Literary Studies. This edition published in the Taylor & Francis e-Library. London 2003, S. 24.
[21] Vgl. DERRIDA, JACQUES: Grammatologie, S. 131.
[22] DERRIDA, JACQUES/FERRARIS, MAURIZIO: A Taste for the Secret, S. 66.
[23] Vgl. SMITH, JAMES K. A.: Jacques Derrida: Live Theory, S. 133.
[24] DERRIDA, JACQUES: Following Theory. In: DERRIDA, JACQUES/KERMODE, FRANK/MOI, TORIL/NORRIS, CHRISTOPHER: Life. After. Theory. New York 2003, S. 7.
[25] Ebd., S. 9.
[26] ROYLE, NICHOLAS: Jacques Derrida, S. 29.
[27] Vgl. DICK, KERBY/ZIERING KOFMAN, AMY: Derrida. Jane Doe Films/Zeitgeist Films. United States 2002, [00:00:25–00:01:33].
[28] DERRIDA, JACQUES: Aporias. Stanford 1993, S. 33f.
[29] CIXOUS, HÉLÈNE: Savoir, S. 16.
[30] SELLERS, SUSAN: The Hélène Cixous Reader, S. vii.
[31] CIXOUS, HÉLÈNE: Stigmata. Escaping texts. This edition published in the Taylor & Francis e-Library. Oxfordshire 2005.
[32] Frei übersetzt nach: DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE/ARMEL, ALIETTE/THOMPSON, ASHLEY: From the World to Life. In: New Literary History. Band 37. Heft 1. Baltimore 2006, S. 2. Auch: CIXOUS, HÉLÈNE: White Ink. Interviews on Sex, Text and Politics. New York 2008, S. 177.
[33] DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE/ARMEL, ALIETTE/THOMPSON, ASHLEY: From the World to Life, S. 12. Auch: CIXOUS, HÉLÈNE: White Ink, S. 167.
[34] CIXOUS, HÉLÈNE: The Laugh of the Medusa. In: Signs. Band 1. Heft 4. Chicago 1976, S. 875.
[35] Ebd.
[36] Ebd., S. 876.
[37] Ebd., S. 876f.
[38] Ebd., S. 880.
[39] JONES, ANN ROSALIND: Writing the Body: Toward an Understanding of “LʼEcriture Feminine”. In: Feminist Studies. Band 7. Heft 2. Maryland 1981, S. 251.
[40] CIXOUS, HÉLÈNE: The Laugh of the Medusa, S. 889.
[41] Ebd., S. 885.
[42] CIXOUS, HÉLÈNE: Savoir, S. 13.
[43] Ebd., S. 16.
[44] Ebd., S. 21.
[45] Ebd., S. 18.
[46] Ebd., S. 22.
[47] Ebd., S. 16.
[48] CIXOUS, HÉLÈNE: Insister, S. 17.
[49] DERRIDA, JACQUES: Un ver à soie. Ein Seidenwurm (seiner selbst). Auf die andere voile geheftete Blickpunkte. In: DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE: Voiles. Schleier und Segel. Wien 2007, S. 29.
[50] Ebd.
[51] Ebd., S. 30.
[52] Vgl. Ebd.
[53] Ebd., S. 31.
[54] Ebd.
[55] Ebd.
[56] Ent-schleiern (dé-voiler). Vgl. Ebd., S. 34.
[57] Ebd., S. 34f.
[58] DERRIDA, JACQUES/FERRARIS, MAURIZIO: A Taste for the Secret, S. 66.
[59] CIXOUS, HÉLÈNE: The Laugh of the Medusa, S. 875.
[60] DERRIDA, JACQUES: Un ver à soie, S. 39.
[61] Ebd., S. 46.
[62] Ebd.
[63] HEIDEGGER, MARTIN: Sein und Zeit. Tübingen 1986, S. 222, zum Beispiel, et passim. Zit. n.: DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE: Voiles. Schleier und Segel. Wien 2007.
[64] Ebd., S. 223, zum Beispiel, et passim. Zit. n.: DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE: Voiles. Schleier und Segel. Wien 2007.
[65] DERRIDA, JACQUES: Un ver à soie, S. 47.
[66] CIXOUS, HÉLÈNE: Insister, S. 17.
[67] Ebd., S. 20.
[68] DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE/ARMEL, ALIETTE/THOMPSON, ASHLEY: From the World to Life, S. 2. Auch: CIXOUS, HÉLÈNE: White Ink, S. 167.
[69] CIXOUS, HÉLÈNE: Stigmata, S. 16.
[70] Ebd., S. xi.
[71] DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE/ARMEL, ALIETTE/THOMPSON, ASHLEY: From the World to Life, S. 9. Auch: CIXOUS, HÉLÈNE: White Ink, S. 174.
[72] DERRIDA, JACQUES: The Almost Nothing of the Unpresentable. In: WEBER, ELISABETH (Hrsg.): Points…. Redwood City 1995, S. 83. Zit. n.: NEWHEISER, DAVID: Eckhart, Derrida, and the Gift of Love. In: The Heythrop Journal. Band 56. Heft 6. New Jersey 2015, S. 1010–1021.
[73] NEWHEISER, DAVID: Eckhart, Derrida, and the Gift of Love, S. 1010.
[74] CIXOUS, HÉLÈNE: Insister, S. 18.
[75] DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE/ARMEL, ALIETTE/THOMPSON, ASHLEY: From the World to Life, S. 13. Auch: CIXOUS, HÉLÈNE: White Ink, S. 178.
[76] CIXOUS, HÉLÈNE: Insister, S. 20.
[77] DERRIDA, JACQUES/CIXOUS, HÉLÈNE/ARMEL, ALIETTE/THOMPSON, ASHLEY: From the World to Life, S. 3. Auch: CIXOUS, HÉLÈNE: White Ink, S. 169.
[78] DERRIDA, JACQUES: Un ver à soie, S. 40.
[79] CIXOUS, HÉLÈNE: Savoir, S. 18.
[80] DERRIDA, JACQUES: Remarks on Love. In: DE VRIES, HENT/SCHOTT, NILS F. (Hrsg.): Love and Forgiveness for a More Just World. New York 2015.